Schnarchen Arzt

Wann und welcher Arzt? 

Schnarchen Arzt

Wann sollte man wegen Schnarchen zum Arzt gehen und welcher Mediziner ist richtig (Facharzt Schlafmedizin, HNO, Pneumologie, Zahnarzt)? Ärzte bei Schnarchen.

Untersuchung der Ursachen von Schnarchen

Das Wichtigste ist, zunächst untersuchen zu lassen, woran das Schnarchen wirklich liegt und ob mehr als „nur Atemgeräusche“ dahinter stecken. Zur Klärung der Ursachen müssen die Untersuchungen am Besten interdisziplinär erfolgen, wobei Fachärzte aus den Bereichen Schlafmedizin, Pneumologie, HNO-Heilkunde, Kardiologie und spezialisierte Zahnärzte konsultiert werden sollten. Erst dann kann die geeignete Therapie erfolgen.

Wann zum Arzt bei Schnarchen

Wenn Sie von Bettnachbarn gesagt bekommen, dass Sie regelmäßig stark schnarchen und / oder wenn Sie trotz ausreichender Schlafzeit morgens mit Kopfschmerzen oder noch immer müde aufwachen, sollten Sie einen Arzt konsultieren.

Welcher Arzt gegen Schnarchen

Da in den wenigsten Städten ein echtes interdisziplinäres Kompetenzzentrum zur Verfügung steht, sollten Sie als erste Station einen Schlafmediziner (meist ein Lungenarzt) aufsuchen. Dieser sollte dann die weiter sinnvollen Fachrichtungen wie HNO-Arzt, Internist und spezialisierten Zahnarzt hinzuziehen und Sie dahin überweisen. „Schlafmediziner“ ist eine Zusatzbezeichnung, die zusätzlich zum Facharzt erworben werden muss.

Diese Fachärzte werden Sie im Bedarfsfall in ein Schlaflabor einweisen. Ein solches Schlaflabor sollte bei der Deutschen Gesellschaft für Schlafmedizin akkreditiert sein, um einen guten Ausrüstungsstandard zu gewährleisten.

Krankenkasse

Gesetzliche Krankenkassen bezahlen eine schlafmedizinische Diagnostik, wenn sie gemäß eines festgelegten Ablaufs erfolgt. Leider zieht sich der Besuch der einzelnen Fachärzte und die ggf. erforderliche Übernachtung in einem Schlaflabor oft über Monate hin.

Bei privat versicherten Patienten oder Selbstzahlern ist meist ein erheblich flexiblerer und pragmatischer Weg zwischen den Fachärzten möglich. Die Kosten werden – zumindest im Bereich der Diagnostik – i.d.R. von Privatversicherungen und Beihilfe bezahlt. Leider gibt es einige Privatversicherungen, welche die Therapie der „Schlafapnoe“ im Kleingedruckten ausgeschlossen haben. Das ist meiner Ansicht nach unvertretbar, so als ob im Kleingedruckten „Knochenbrüche“ unversichert wären.

Therapien werden generell nur dann von gesetzlichen und privaten Versicherungen bezahlt, wenn eine relevante Schlafapnoe vorliegt. Wenn Sie nur störende Atemgeräusche machen, ist dies eine Wunschbehandlung und eine reine Privatleistung.